„Wir merken deutlich einen Einfluss des Kassetten-Trends auf unsere Umsatzzahlen, vor allem bei bedruckten und bespielten Kassetten.“
„Veröffentlicht am 17.10.2019: Es ist tatsächlich so: Die Musikkassette kehrt zurück. Die Verkaufszahlen steigen. Doch es gibt ein großes, für deutsche Kassettenmanufakturen existenzielles Problem: Der Rohstoff für die Tonbänder ist ein seltenes Gut geworden.“
„Laut T.A.P.E. Muzik, die seit 2004 in Leipzig Musikkassetten in verschiedenen Ausführungen und Stückzahlen herstellen, ist die Nachfrage kontinuierlich gestiegen.“
„Dass Schallplatten auf dem Vormarsch sind, belegen die Verkaufszahlen. Dafür gibt es zumindest ein soundtechnisches Motiv: Die Musik klingt einfach besser. Eine moderne Schallplatte aus Vinyl kann theoretisch Frequenzen von 20 bis 80.000 Hertz speichern. Audio-CDs reichen von 0 bis 22.050 Hertz.
Menschen hören im Durchschnitt Frequenzen zwischen 20 und 20.000 Hertz. Besonders angenehm ist der Bereich zwischen 500 und 4.000 Hertz.
Umso erstaunlicher ist das Comeback der Musikkassette. Die kommt gerade mal auf einen Frequenzraum von 30 bis 15.000 Hertz, ist dafür aber ziemlich robust.
Allein in den USA hat der Absatz 2018 um 23 Prozent zugenommen..“
„Grund dafür sind zum einen die vielen Indie-Labels, die häufig auf Kassette aufnehmen, weil es einfach günstiger ist und ein Zeichen gegen die Digitalisierung ist – weil es für viele ein bewussteres Hören sei, wenn man eine Seite umdrehe oder die Kassette zurückspulen muss.
Auch Trendläden wie Urban Outfitters, die aus retronostalgischen Gründen Kassetten wieder in ihre Produktpalette aufgenommen haben, spielen eine Rolle.“
„AK
Aloys K.
Veröffentlicht vor 7 Jahren | Eingereicht vor 7 Jahren
Die Hersteller haben wohl im Keller noch Restbestände an Kassetten gefunden. Also lässt man sich was einfallen. Und der Verbraucher wird mal wieder hereinfallen. Zurück in Steinzeit.
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CN
Community Nutzer
Veröffentlicht vor 7 Jahren | Eingereicht vor 7 Jahren
Der Artikel löst einen krampfhaften Zwang zur Korrektur aus, tut mir leid liebe Redakteurin.
Zum einen nervt es wirklich ungemein, daß wenn mal ein Artikel zu der Kassette kommt, er immer(!) mit Bandsalat und Bleistift beginnt. Natürlich ist das ein möglicher und vorkommender Defekt, der meist minderwertigen Abspielgeräten oder verschlissenen Bandführungen geschuldet ist. Aber es kam in der Realität weitaus seltener vor, als daß es die Erinnerung Nr. 1 wäre.
Die CD war in den 80er Jahren nicht der Konkurrent zur Kassette, sondern zur Schallplatte. Die Kassette war bis in die späten 90er Jahre von Bedeutung um sich seine eigene Musikauswahl zusammenzustellen. Mit CDs ging das nur über teure und kaum verkaufte Endgeräte bis dann in der zweiten Hälfte der 90er Jahre CD-Brenner Einzug hielten und nach und nach erschwinglich wurden. Trotzdem löste erst das weitaus praktikablere mp3-Verfahren die Kassette endgültig ab.
Der Frequenzgang der Audio-CD reicht bis 20.000Hz und nicht bis 22.050Hz. Der Frequenzgang der Kassette erreichte auch diesen Wert spielend und endete nicht bei 15.000Hz. Entsprechendes Bandmaterial und Aufnahmegerät vorausgesetzt.
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MM
Max M.
Veröffentlicht vor 7 Jahren | Eingereicht vor 7 Jahren
Wieso zurück in’s Mittelalter. Dank immer größerer Datenspeicher und schnellerer Datenverbindungen kann man Musik in nahezu beliebiger Qualität speichern, um ein Vielfaches besser als Kassetten oder LPs. Obendrein haben Kassetten eine begrenzte Lebensdauer. Die hat ein digitaler Datenspeicher zwar auch, aber man überträgt die Daten verlustfrei regelmäßig auf einen Neuen.“






