26. Februar 2021

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“König der Einsamkeit: Ein Leben als Aussteiger”
“ARTEde: 551.000 Abonnenten:
“Ich wollte der Gesellschaft entkommen, die ich verachte”, sagt Mauro Morandi. Seit sage und schreibe drei Jahrzehnten ist der inzwischen 80 Jahre alte Italiener der einzige Bewohner der kleinen Mittelmeer-Insel Budelli. “ARTE Re:” über ein ganz besonderes Leben in Einsamkeit. Und die Angst, vertrieben zu werden aus dem selbst gewählten Paradies.
Man strandet auf einer einsamen Insel und baut sich dort alleine eine Existenz auf. Für Mauro Morandi ist das weder Wunsch- noch Alptraum, sondern gelebte Realität. Seit sage und schreibe drei Jahrzehnten ist der inzwischen 80 Jahre alte Aussteiger der einzige Bewohner des kleinen Mittelmeer-Eilands Budelli. Ein italienischer Robinson Crusoe? „Nein, das bin ich sicher nicht“, sagt Mauro. „Robinson Crusoe wollte ja wieder weg von seiner Insel. Ich aber will hier sein.“ Ein Film über ein Leben in selbstgewählter Einsamkeit. Wie schnell vergeht die Zeit, wenn man selbst das Tempo vorgibt? Wie viel Natur verträgt der Mensch, wie viel Mensch die Natur? Und was braucht man eigentlich alles zum Glücklichsein? Es sind die großen Fragen, die in der Welt von Mauro eine zentrale Rolle spielen.Doch da ist auch die Sorge, nicht für immer auf der Insel bleiben zu dürfen. Denn, wenn es schlecht für ihn läuft, könnte Mauro Morandi schon bald aus seinem Paradies vertrieben werden.
Reportage (D 2019, 33 Min)”
“Hast du mir was mitgebracht? Wasser, heute mal kein Wein, du bringst Wasser, wenn es schon geregnet hat, aber wenn es nicht regnet, dann
bringst du mir Brot oder was? Hier ein paar Lebensmittel, keine Zigaretten, du musste ja aufhören mit dem Rauchen. Die Lieferung, ein Freundschaftsdienst. Doch Paolo macht sich auch sorgen Mauro, der Streit mit den Behörden, ob er weiter auf Budelli leben darf, habe bei dem alten Einsiedler Spuren hinterlassen, auch wenn der sich nichts anmerken lässt. Paulo weiß wieviel seinem freund das Inselleben bedeutet. Die Insel gibt mir Kraft, ich bin hier nie krank, bevor ich hierher kam, hatte ich immer schlimme Rückenschmerzen, aber seitdem ich hier bin hatte ich nie wieder welche. Es ist die Geschichte eines Mannes, der sein persönliches Paradies gefunden hat. Vor drei Jahrzehnten hatte Mauro seinen Lehrerjob an den Nagel gehängt, die Töchter aus dem Haus, die Ehe kaputt, vom ersparten ein Segelboot gekauft…schon als ich die Insel von weitem gesehen habe habe ich mich verliebt da möchte ich leben habe ich gedacht das
Er bleibt.. 30 jahren, ein Alltag voller Improvisation bis heute..
Hier schaut euch das an das ist meine Photovoltaik-Anlage, hier oben kommen die Kabel von den Panels an, dann laufen sie da zusammen, bevor sie
zusammenlaufen gehen sie erst in die Batterie, nach den Batterien kommt dann der Inverter der drinnen im Haus steht, aber gerade leider kaputt ist, der wandelt normalerweise den Strom um für den Kühlschrank und hier
hier sind die Wassertanks…Es ist ein einfaches Leben und ein einsames. Mauro sagt er freue sich an der Stille und an den kleinen Dingen. Im ständigen Dialog mit dem eigenen Kopf..ja, ich rede mit mir selbst, das tut mir gut.”
“Weil er mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen ist,
der schweigsame aussteiger sei in Wahrheit ein Selbstdarsteller.
Vor allem im Internet. 5000 Freunde habe ich bei Facebook, mehr geht ja auch nicht, es gibt aber jetzt auch ein öffentliches Profil.
Ein Eremit als Influencer, der über sein Leben jenseits der Zivilisation berichtet. Die Leute schreiben mir was für schöne Fotos ich poste, das ist keine Auszeichnung für mich, viel zu oberflächlich, die Leute müssen verstehen, was ich mit den Bildern agen will. Online wird aus Mauro ein Ratgeber, ein Vorbild, gerade für junge Menschen, was aber ist seine Botschaft. Meine Botschaft ist: Nein zu sagen, Sachen abzulehnen, wenn sie nicht wichtig sind, erst vor ein paar Tagen habe ich mit einer Frau gesprochen, die mir erzählte, dass sie 200 paar Schuhe im Schrank hat
und als ich sie fragte, ob sie glücklich sei, hat sie nicht geantwortet,
sie war nicht glücklich.”
“Inzwischen ist Mauro selbst eine Art Attraktion geworden.
Urlauber lassen sich auf die Insel bringen, um sich von ihm, dem einsamen
Mann Lektionen über den Sinn des Lebens geben zu lassen.
Dass Mauro auf Budelli lange jeglichen Kontakt zu Menschen ablehnte, sich auch heute noch bei seiner eigenen Familie nur selten meldet, kaum vorstellbar, seine Besucher bewundern ihn, wir haben mal etwas im Fernsehen über Mauro gesehen, was er sagt, wofür er steht, das hat uns beeindruckt, uns gefällt seine Verbundenheit zur Natur einfach, einfach alles und wir wollen ihn ermutigen, dass er nicht aufgibt.”
“Diese Touristengruppe kommt aus Deutschland und der Schweiz.”
“Freiheit ist eben selbst auf einer einsamen Insel ein relativer begriff.”